Wegsucher – Wegfinder

Werk - Präsentation von Frank Pieperhoff bei spör klübü, Nov. 2005


Die Skulpturen sind genau das, was man sieht.
Der Stahl ist der Rohbau, verbindet die Elemente, die wiederum eine Verbindung fester, beweglicher oder bildhafter Art sind.

Wegfinder:
Es gibt feste Verbindungen. Das sind die Verankerungen in der Welt. Das ist die Grenze und Notwendigkeit unseres Daseins in materieller Hinsicht. Das fängt bei der Luft, die wir atmen, an, geht über die Ernährung weiter und wie weit es dann noch weitergeht, das ist eine interessante Frage.
Eine mindestens genauso interessante Frage, stellt sich bei den nicht materiellen Aspekten unseres Daseins. Ohne sie zu benennen werden sie auf einfache Art verbildlicht. Da ist immer etwas, was die Grenzen durchbrechen will, was weiter will. Das zu beherrschen ist wahrscheinlich eines der wichtigsten Aufgaben überhaupt. Da die richtige Balance zu finden.
Es ist klar: Es werden Werkzeuge benötigt, die beim Nachdenken und Nachsinnen dieser Problematik behilflich sind, gewissermaßen kritische Reflexion und Meditation in einem. Sie müssen frei sein von irgendeiner Färbung, ein Zwitter von Boot und Spiegel. Es wird also höchste Zeit, dass solche Werkzeuge an die Öffentlichkeit kommen. Und hier sind sie! Die Wegfinder. Sie sind vielfältig einsetzbar und gute Lebensbegleiter in allen Lagen. Sie relativieren und helfen bei der Entscheidungsfindung.

Wegsucher:
Anders sieht es bei den Wegsuchern aus. Der Stahl ist kein reines Werkzeug sondern trägt tatsächlich ein Bild – in diesem Fall ein Kopf.
Die Verbindungselemente sind dieselben wie bei den Wegfindern. Nur werden die Wegsucher durch den Kopf oder Körper im gewissen Sinne selbst zu Individuen. Und die müssen irgendwie entscheiden, wo sie hingehören. Oder wissen die Köpfe, wo sie hingehören, nur wir nicht wo wir sie hintun sollen?
Da hilft nur eins: Wegfinder besorgen.


Frank Pieperhoff, November 2005


 

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