Kunstgut  

small is beautiful





Hintergrund

 

Es macht sehr viel Spaß, Bilder oder Installationen schon recht schnell auszustellen.

Dazu ist es gar nicht nötig, tief in die Materie einzusteigen. Allerdings werden Sie als Künstler doch spüren: Etwas fehlt!

Ist es dann nicht besser, einen Schritt zurück zu treten und Grundlegendes sich anzueignen?

Sie wissen, genau das ist es, was fehlt. Was bedeutet schon eine kleine Unterbrechung ihrer „gewohnten“ Arbeit, auch wenn Sie zwei oder drei Jahre dauert?

Sie wissen auch, was Sie gewinnen können: Ihre klare künstlerische Position.

Doch wie sieht so ein Ort aus, an dem dieser Prozess möglich ist?


Es ist schnell zu begreifen, dass eine verschulte künstlerische Ausbildung (wie die privaten Schulen sie ausnahmslos anbieten!) nicht zielführend sein kann.

Natürlich hat es seinen Wert zahlreiche Kurse besuchen zu müssen, es gibt wichtige Anregungen und man lernt Gleichgesinnte kennen. Einige suchen genau das.

Aber: die Strukturen sind fest vorgegeben, die Studenten müssen sich da nichts erarbeiten. Das geht fatal an der Realität vorbei. Denn genau das Problem, was studiere ich da eigentlich,

müssen in der Bildenden Kunst die Studenten selber für sich definieren. Eine zu fest vorgegebene Struktur verhindert sogar eine ernsthafte Vertiefung in ein Thema,

weil der Rahmen von außen gesteckt ist und sich nicht an dem künstlerischen Prozess orientiert.

Es ist insofern sogar kontraproduktiv aufgrund äußerer Vorgaben seine künstlerische Arbeit präsentieren zu müssen, obwohl vieles völlig ungeklärt ist.


Hingegen sind in den Staatlichen Kunsthochschulen die Studenten oft zu sehr auf sich selbst gestellt.

Es fehlen Ansprechpartner, die die Studenten ganzheitlich begleiten, weil hier oft die Interessen der Lehrkräfte im Vordergrund stehen und auch stehen müssen.

Jeder muss sich hier seine Sachen zusammensuchen, die richtigen Partner finden, dafür Termine vereinbaren usw, was viel Zeit und Energie kostet,

so dass sich viele dann doch eher ganz abschotten – um dann ihre Kunstwerke irgendwie in den Markt zu bringen, wobei sie hoffen das Image ihrer Schule hilft dabei, womit sie auch recht haben.


Was fehlt ist ein Mittelweg. Genau diesen versucht das KUNSTGUT zu gehen.

Ich kenne keinen vergleichbaren Ansatz, obwohl dieser eigentlich auf der Hand liegt: Künstler schaffen ihre Kunst selbst und dafür brauchen sie einen konzentrierten „Schutzraum“ und ein Forum des Austausches.

Die klassischen Unterrichtsmodelle wie Vorlesungen, Seminare und Kurse müssen dann auf dieses Konzept hin justiert werden. Das geht nur in einem kleinen, übersichtlichen Projekt.

Das ist das, was das KUNSTGUT ist. Jeder einzelne Student entscheidet, wie sein Studium aussieht – und bekommt gerade deswegen die denkbar beste Unterstützung.

Die Ausbildung findet in keiner Luftblase statt. Sie ist in der Realität angesiedelt.

Ein Student, der mehrere Jahre im KUNSTGUT gearbeitet hat, weiß was unterschiedliche Kunstexperten über seine Arbeit denken.

Und er ist auf professioneller Ebene gut gerüstet: mit Ausstellungen, Projekten, Dokumentation und Präsentationserfahrung.